Bei einer abendlichen Mehrkampf-Veranstaltung in Hürben gab es für die Teilnehmer der LG Staufen eine Vielzahl von persönlichen Bestleistungen. Vor allem überraschte Manuel Klusik, der Fünfkampf-Regionalmeister U 18, mit der neuen Bestmarke von 3158 Punkten.
Er übertraf damit seinen bisherigen Hausrekord um 146 Zähler. Der 16-Jährige steigerte sich im 100-m-Lauf auf 11,78 Sekunden, im Weitsprung auf 6,40 m und im Kugelstoßen auf 11,96 m. Im Hochsprung blieb er mit 1,74 m nur um zwei Zentimeter unter seiner Bestleistung. Den abschließenden 400-m-Lauf beendete er nach 54,74 Sekunden und war damit vier Zehntel schneller als seither. Klusik schob sich nun in der aktuellen württembergischen Fünfkampf-Bestenliste vom fünften auf den dritten Rang vor.
Bei den männlichen Schülerklassen wurde Kilian Buchgraber im Vierkampf von M 13 mit 1553 Punkten Zweiter. Siege gab es in M 12 für Bastian Belau mit 1501 Punkten und in M 11 für Philip Kelterer mit ausgezeichneten 1545 Punkten.
In der weiblichen Jugend U 18 wartete Annika Ilg im Rahmen eines Dreikampfes mit Bestleistungen im Weitsprung (5,00 m) und im Kugelstoßen (9,21 m) auf. Den Vierkampf von W 15 gewann Leonie Schönsee mit 1951 Punkten vor Neuling Amelie Bock mit 1576 Punkten. In W 14 triumphierte Arirat Arpert mit 1904 Punkten. Dritte wurde mit drei Hausrekorden Mona Gäßler (1759 P.), Vierte Sophie Bauder (1590 P.) und Sechste Leonie Gäßler (1494 P.). In W 12 kam Sarah Geringer mit 1314 Punkten auf Platz 8. Schließlich gab es in der Klasse W 11 einen dreifachen LG-Staufen-Erfolg durch Mareike Klusik (1601 P.), Fenja Buchgraber (1443 P.) und Elin Geisel (1270 P.).
Einzige Teilnehmerin der LG Staufen bei den Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Bönnigheim war Siebenkämpferin Rebecca Konold. Mit der Silbermedaille in der Juniorenklasse U 23 holte sie das maximale Ergebnis heraus.
Die klare Favoritin Mareike Arndt (LG Filstal) ließ nie einen Zweifel an ihrem Sieg. Am Ende hatte sie hervorragende 5048 Punkte auf ihrem Konto. Rebecca Konold verbesserte ihre persönliche Bestleistung gleich um 204 Zähler auf 4538 Punkte und verwies die Badenerin Anna-Lena Schwarz (TSG Niefern) mit 4395 klar auf Platz 3.
Die Leistungen der Gmünder PH-Studentin waren am ersten Tag durchweg im grünen Bereich: 15,18 Sekunden über 100 Meter Hürden, 1,56 m im Hochsprung, 11,28 m im Kugelstoßen und 28,00 Sekunden im 200-m-Rennen bildeten eine sehr solide Grundlage für die Fortsetzung am zweiten Tag.
Der begann mit einem ordentlichen Weitsprung von 5,30 m. Eine kleine Leistungsexplosion ereignete sich dann im Speerwerfen, nachdem sie endlich den Rat ihres Trainers Peter Esenwein umsetzen konnte: „Wenn Du den Stemmschritt richtig setzt, kannst Du vierzig Meter werfen!“ Mit ausgezeichneten 39,85 Metern übertraf sie ihren mehrere Jahre alten Hausrekord gleich um volle drei Meter. Dies beflügelte sie auch auf der abschließenden 800-m-Strecke, so dass sie sich auch hier von 2:50,14 auf 2:48,49 Minuten steigern konnte.
Mit dem Titelgewinn von Speerwerfer Patrick Hess durfte bei den Süddeutschen Juniorenmeisterschaften in Heilbronn nicht unbedingt gerechnet werden. Eher schon mit der Bronzemedaille von Hürdensprinter Sven Zellner. In jedem Fall konnte das Athletentrio der LG Staufen im Frankenstadion ein positives Fazit ziehen.
Nach diversen Rückschlägen in den vergangenen Wettkämpfen kam das Erfolgserlebnis für Patrick Hess gerade zur rechten Zeit, um vor den Deutschen Juniorenmeisterschaften Selbstvertrauen aufzubauen. Der Speerwerfer aus Wißgoldingen, im vergangenen Jahr Zweiter bei diesen Titelkämpfen, begann mit 63,49 m. Nach zwei mehr oder weniger verunglückten Würfen und 60,46 m im vierten Durchgang übernahm er mit 65,27 m endgültig die Führung vor Ricko Meckes (LG Teck), der mit 65,11 m letztlich Vizemeister wurde.
Im Vorlauf über 110 m Hürden kam Sven Zellner zu nahe an die sechste Hürde, stolperte danach und musste mit 15,44 Sekunden zufrieden sein. Auch im Finale lief es für den baden-württembergischen Juniorenmeister nicht ganz rund. Zweimal knickte er bei der Landung nach der Hürdenüberquerung ein und geriet dadurch aus dem Rhythmus. Immerhin konnte der Igginger in 15,14 Sekunden wenigstens die Bronzemedaille retten.
Todunglücklich war 800-m-Favoritin Svenja Sickinger, dass sie wegen einer leichten Mandelentzündung von einem Start abgehalten wurde. Aber die Meinung von Trainer Lutz Dombrowski war eindeutig: „Wir sollten vor den Deutschen Juniorenmeisterschaften nichts riskieren. Gesundheit geht vor!“ So startete bei den Juniorinnen lediglich Speerwerferin Stefanie Nusser. Mit 41,52 m kam die Regionalmeisterin auf den siebten Platz.
Eine Silbermedaille für die männliche 4 x 100-m-Staffel und Bronze für Hürdensprinter Dominik Denning waren die Höhepunkte für die LG Staufen bei den Süddeutschen Meisterschaften der Schülerklasse M/W 15 im Heilbronner Frankenstadion.
Gleich 57 Sprinter wollten den Titel über 100 Meter. Aber schon im Vorlauf war für Raphael Hug (12,29) und Regionalmeister Moritz Kindel (12,33) bei kräftigem Gegenwind von 1,9 m/s Endstation.
Umso besser lief es in der 4 x 100-m-Staffel. In der Besetzung Ruben Fraidel, Moritz Kindel, Dominik Denning und Raphael Hug gelangen dieses Mal optimale Wechsel. Auf diese Weise schraubte man die Saisonbestzeit von 48,21 Sekunden, erzielt bei der Regionalmeisterschaft, auf glänzende 47,01 Sekunden. Nur um eine winzige Hundertstelsekunde von der bayrischen Startgemeinschaft Main-Saale-Sprinter bezwungen, bedeutete das die süddeutsche Vizemeisterschaft und Platz 1 in der aktuellen württembergischen Bestenliste. Die StG Schurwald (47,24) wurde auf Platz 3 verwiesen.
Über 80 m Hürden stellte sich Dominik Denning in überragender Form vor. Schon bei seinem Vorlaufsieg verbesserte sich der ostwürttembergische Meister von 11,45 auf 11,16 Sekunden. Im Finale steigerte sich der Heubacher noch einmal auf ausgezeichnete 11,14 Sekunden und wurde für seinen unbändigen Kampfgeist mit der Bronzemedaille belohnt.
Im Stabhochsprung stellte Denning mit 2,90 m seine persönliche Bestleistung ein. Bei der riesigen Konkurrenz reichte dies nur zu Platz 17. Mit derselben Höhe, aber mehr Fehlversuchen, kam Ruben Fraidel auf Rang 19. Genau dieselbe Platzierung erzielte der Bettringer im Speerwerfen, wo er mit 38,38 m aufwartete.
Einzige LG-Vertreterin bei den Mädchen war Melissa Lehnert über 80 m Hürden. Die württembergische Hallenmeisterin hatte wegen ihrer Rückenbeschwerden in letzter Zeit Trainingsausfälle zu verzeichnen. Dennoch kam sie mit 12,73 Sekunden bis auf drei Hundertstel an ihre Bestzeit heran. Zum Weiterkommen in den Zwischenlauf reichte das allerdings nicht aus.
Wochenlang jagte Stabhochspringerin Dorina Baiker (LG Staufen) der Norm für die Deutschen B-Jugend-Meisterschaften in Mönchengladbach vergeblich hinterher. Nun hat es die Waldstetterin endlich geschafft: Die vom DLV verlangten 3,45 m sind bezwungen.
Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als günstig. Nach dem gewaltigen Sturm in der Samstagnacht hing die Stabhochsprungmatte des Stadions am Beruflichen Schulzentrum in den Bäumen und ein Ständer war abgeknickt, so dass die Athleten der LG Staufen dort weder trainieren, noch Wettkämpfe abhalten konnten. In letzter Not fuhr man daher nach Riederich zu einem Abendsportfest, um die einzige Chance zu DM-Qualifizierung noch zu nutzen.
Glücklicherweise kam dort das Vorhaben zu einem guten Ende: Dorina Baiker nahm ihre Anfangshöhe von 3,15 m genauso im ersten Versuch wie 3,25 m und 3,35 m. Auf Anhieb meisterte die baden-württembergische U 18- und U 20-Meisterin dann endlich die geforderten 3,45 m, mit denen sie ihre persönliche Bestleistung um drei Zentimeter verbesserte und dem schon dreizehn Jahre alten Ostalb-Kreisrekord ihrer Vereinskollegin Sandra Weger bis auf fünf Zentimeter naherückte. Sie gewann damit den Wettbewerb vor Stefanie Kaiser (ASV Landau) mit 3,35 m.
In der Schülerklasse M 15 trat Ruben Fraidel an. Er begann mit 3,05 m, die er mühelos überquerte, ließ dann die 3,15 m aus und kam danach schon im ersten Versuch über seinen neuen Hausrekord von 3,25 m. Damit steigerte sich der Bettringer um fünf Zentimeter und holte sich Selbstvertrauen für die Süddeutschen Meisterschaften am Wochenende. Er siegte mit dieser Leistung vor dem Schwäbisch Haller Marco Pyrags, der 2,95 m überquerte.
Auch im Schönbrunnenstadion von Essingen tobten sich die Gewitter aus. Dass unter diesen Bedingungen einige Athleten der LG Staufen sogar noch persönliche Bestleistungen aufstellen konnten, grenzt an ein Wunder.
So lief Robin Göhringer als 1500-m-Sieger in U 20 mit 4:27,16 Minuten eine neue Bestzeit. In der Jugend U 18 sprang Tim Seidel 1,53 m hoch und 4,93 m weit. Jonas Waldenmaier stieß erstmals mit der 5-kg-Kugel und beförderte sie auf 12,67 m hinaus. Den Diskus warf er 42,87 m.
Bei den Senioren M 60 sprang Michael Köhler 1,33 m hoch. Rudi Patzner lief in der Klasse M 85 die 100 Meter in 22,88 Sekunden, erzielte im Weitsprung 2,62 m und mit dem Diskus 14,81 m.
In der weiblichen Jugend U 20 lief Verena Beyer über die Sprintdistanzen 13,52 bzw. 27,94 Sekunden. Bei den Sprüngen kam sie auf 1,54 m und 5,05 m. In U 18 hatte Sophia Busold ihren ersten Auftritt im Staufen-Dress. Im 200-m-Rennen erreichte sie nach 30,34 Sekunden das Ziel. Katharina Helm sprang 1,42 m hoch und 4,49 m weit. Mirjam Barth wuchtete die Kugel auf 8,94 m und den Diskus auf 23,91 m hinaus.
Bei den Schülerinnen siegte Laura Belau in der Klasse W 15 zweimal. Im 100-m-Lauf verbesserte sie sich von 14,06 auf 13,79 Sekunden und im Weitsprung von 4,60 m auf 4,64 m. In W 14 steigerte sich Eliane Leberer über 100 Meter auf 13,56 Sekunden und im Weitsprung auf 4,51 m.
Sonja Brandstetter blieb in der Altersklasse W 40 auf der 100-m-Strecke mit 14,52 Sekunden um sieben Hundertstel unter ihrer Jahresbestzeit. Im Weitsprung musste sie sich dieses Mal mit 4,06 m begnügen. Ihre Schwester Heidi Schirle unterbot in W 45 mit 14,59 Sekunden ihre 100-m-Saisonbestzeit um vier Hundertstel. Auf jeden Fall war’s ein Wetter zum Abgewöhnen, und alle waren froh, wieder ins Trockene zu kommen…