Parallel zu den deutschen Meisterschaften der Aktiven in Kassel fanden die Württembergischen Meisterschaften der Jugend U16 in Dagersheim statt. Die Organisation war klasse und dieses Mal spielte auch das Wetter mit. Die guten bedingungen nutzten die Athleten für eine Vielzahl von Medaillen und Bestleistungen.
Luca Wowra zum Beispiel wurde Zweiter im Hochsprung mit sehr guten 1,67m und steigerte damit seine Bestleistung um zwei Zentimeter. Nachdem er 1,61m erst im dritten Versuch überquerte, klappte es danach wieder recht gut und er schaffte die 1,67 dann gleich im ersten Sprung. Vor den 1,70m hatte er doch noch etwas Respekt, aber da ist noch Luft nach oben. Im Weitsprung wurde Wowra dann Fünfter mit 5,35m.
Hürden-Bestzeit für Josefine Schäkel
Bei den Mädchen dieser Altersklasse stach besonders Josephine Schäkel hervor, die gleich zwei neue Bestleistungen aufstellte. Zum einen wurde sie 12. im Hochsprung mit übersprungenen 1,48m und fünfte über die 80-Meter-Hürden-Strecke. Bereits im Vorlauf verbesserte sie dort ihre Bestzeit auf unter 13 Sekunden und konnte sich im Endlauf sogar um weitere 19 Hundertstel auf 12,59 Sekunden steigern. Frederika Baier hatte im Weitsprung nach dem ersten Versuch 4,44m stehen, übertrat aber leider die beiden anderen, deutlich weiteren Sprünge. Zum Ausgleich wurde sie über die 100-Meter-Distanz mit einer neuen Bestleistung von 13,52 Sekunden belohnt, mit der sie Dritte in ihrem Lauf wurde. Über die 2000 Meter startete Regionalmeisterin Lina Gold, die das Rennen als Dritte ins Ziel brachte mit einer Zeit von 6,54,55 Minuten.
Große Fortschritte zeigten die Rot-Weißen in der älteren Altersklasse der Jugend U16 im Dagersheimer Waldstadion. Eine Woche vor den DSMM Qualifikations-Wettkämpfen ist das ein gutes Zeichen, wenn sich alle Nachwuchsathleten in Topform zeigen.
Besonders für Eric Maihöfer, der gleich mit drei Medaillen nach Hause fuhr, dürfte dies ein gelungener Tag gewesen sein. Zwar lief es über die Hürden nicht sehr gut für ihn, da er an der vorletzten Hürde aufgrund einer kleinen Unkonzentriertheit strauchelte und sich gerade noch so ins Ziel retten konnte, dafür gab es für ihn beim Stabhochsprung eine Bestleistung und somit den Silberrang mit übersprungenen 3,80m, und im Dreisprung, auch wenn als einziger Teilnehmer, sowie beim Kugelstoßen durfte er dann ganz oben auf dem Podest stehen. Diese Erfolge zeigen jetzt schon die vielseitige Begabung des Fünfzehnjährigen.
Jonas beim Hürdensprint
Im Kugelstoßen konnte man sogar einen Dreifacherfolg der LG Staufen feiern, hier landeten nämlich Jonas Wilhelmstätter und Stephan Blickle auf dem Silber- beziehungsweise Bronzerang. Wilhelmstätter war außerdem sehr erfolgreich im 80-Meter-Hürden-Sprint, den er nach 11,21 Sekunden im Finale als Zweiter und nur mit einer Hundertstel Abstand zum Sieger ins Ziel brachte und wurde fünfter im Stabhochsprung mit einer Höhe von 3,10 Metern.
Philip Kelterer fuhr an diesem Tag auch mit zwei Medaillen nach Hause. Zuerst sicherte er sich einen guten siebten Platz im starken Feld der 800-Meter-Strecke und einen sechsten Platz im Hochsprung, dann wurde er Dritter im Stabhochsprung und konnte sogar den Weitsprung gewinnen mit einer Weite von guten 6,02 Metern. Dritter wurde hier Stephan Blickle mit 5,93 Metern, der aber mit Anlaufproblemen zu kämpfen hatte und nie das Brett richtig getroffen hat. Auch im Diskuswurf mit dem einen Kilo schweren Diskus wurde er Dritter mit 37,66 Metern. Hier landete Samuel Fraidel auf dem fünften Rang mit 35,61 Metern. Bei den Mädchen dieser Altersklasse muss man Emma Brandstetter besonders hervorheben, die ihren Titel der besten Hammerwerferin dieser Altersklasse in Württemberg mit 36,60 Metern verteidigen konnte und zudem einen vierten Platz im Diskuswerfen erreichte. Annika Schrader und Mia Dosch haben die 100-Meter-Distanz in neuen Bestzeiten absolviert, es reichte für beide aber leider nicht in das Finale und Lea Rau brachte die 800-Meter in 2,30,08 Minuten ins Ziel, das reichte für den neunten Platz.
Im Rahmen der 116. Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Kassel durften die Langstaffeln der U20 in diesem Ambiente antreten. Unter dem Jubel von mehr als 15.000 Zuschauern zeigte die weibliche 4x400m-Staffel der LG Staufen einen tollen Lauf und belohnte sich am Ende mit Platz elf und einer neuen Saisonbestzeit.
Die schnelle 4×400-m-Staffel
Mit Bravour und auf Anhieb gelang dem Quartett Bernadette Hieber, Leonie Riek, und Leona Grimm bei den süddeutschen Meisterschaften die Qualifikation zur Deutsche Meisterschaft der Jugend U20. Dabei gehören alle Athletinnen bis auf Riek noch der jüngeren Altersklasse der U18 an.
Im zweiten von drei Vorläufen traten die jungen Damen gegen die starke Konkurrenz, unter anderem aus Leverkusen und Berlin an. Unter dem tosenden Applaus von 15.000 Zuschauern angetrieben verbesserten sich die Rot-Weißen im Vergleich zur Vorwoche um drei Sekunden, mit einer Zeit von 4:01,71 Minuten verpassten sie die Vier-Minuten-Marke nur knapp. Im Lauf belegte das Quartett den vierten Platz, in der Endabrechnung bedeutete dies den elften Platz in der Deutschen Elite.
Nach dem anstrengenden Lauf freuten sich die Läuferinnen über die tolle Leistung und nahmen von der stimmungsvollsten und leistungsstärksten Deutschen Meisterschaft der letzten Jahre viele neue und besondere Eindrücke und Erlebnisse mit. Diese Leistung lässt auf viele weitere Erfolge in naher Zukunft hoffen.
Für die Juniorinnen und Junioren der U23 fanden in Karlsbad-Langensteinbach die baden-württembergischen Meisterschaften statt. Dabei holten sich die Rot-Weißen trotz schwieriger Witterungsverhältnisse viele Medaillen und Endkampfplatzierungen. Auch die eine oder andere Bestleistung konnte verzeichnet werden.
Den Start machte Moritz Kindel, der eigentlich noch der Jugend U20 angehört. Nachdem er bereits im Vorlauf über 100m eine gute Zeit an den Tag legte, qualifizierte er sich für das Finale. Dort steigerte er sich weiter, verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 10,96 Sekunden und knackte damit erstmals die 11-Sekunden-Marke. Am Ende belegte er Platz fünf, zudem qualifizierte er sich neben den Deutschen Jugendmeisterschaften auch für die Junioren.
Philipp Herderich griff nach langer Verletzungspause wieder in das Wettkampfgeschehen ein, über die 100m kam er sogar nah an seine persönliche Bestzeit heran. Über die doppelte Distanz merkte man ihm allerdings die fehlenden Trainingseinheiten deutlich an, weshalb er am Ende nicht ganz mit seiner Zeit zufrieden war.
Auch bei Peter Böhm geht es schrittweise voran, aber wie Herderich musste er nach dem Vorlauf die Segel streichen. Dem Ellwanger fehlt die notwendige Lockerheit für bessere Zeiten. Das gleiche gilt für die 200m-Strecke, bei dem er das interne Duell gegen seinen Vereinskameraden gewann.
Die Langsprinter der LG Staufen zeigten ebenfalls einen guten Wettkampf. 400m-Läufer Michael Kucher verbesserte seine Saisonbestzeit deutlich und fuhr am Ende die Silbermedaille ein. Dabei bestätigte er noch einmal die Norm für die Deutschen Juniorenmeisterschaften. Auch der U20-Athlet Jan-Philipp Swetlik nahm sich dieser Strecke an, er zeigte eine ordentliche Zeit, obwohl auch er mit kleineren Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Beschwerlich hinzu kam der starke Gegenwind auf der Gegengeraden, welcher bessere Zeiten verhinderte.
Ein weiterer U20-Athlet trat im Stabhochsprung an. Ruben Fraidel stellte in dieser Disziplin eine neue persönliche Bestleistung auf. Die 4,40m bedeuteten gleichzeitig Rang zwei und Silber im Feld der Älteren. Damit ist die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften für ihn nur noch wenige Schritte entfernt.
Max Wolf
Eine weitere Silbermedaille strich Max Wolf im Weitsprung ein. Während der Anlauf im Vorkampf aufgrund des Windes nicht immer ganz passte, traf er das Brett bei den letzten drei Versuchen perfekt und stach im letzten Durchgang bei 7,24m in die Grube. Damit sicherte er sich nicht nur die Qualifikation für die Deutschen Juniorenmeisterschaften, sondern holte sich zudem die Silbermedaille.
Den Abschluss machte die 4x100m-Staffel, mit dem Quartett Moritz Kindel, Michael Kucher, Max Wolf und Philipp Herderich. Die Rot-Weißen waren dabei bis zum letzten Wechsel auf Medaillenkurs, durch einen Wechselfehler wurden sie allerdings aus dem Rennen geworfen.
Immer besser in Fahrt kommt Charlotte Heilig. Über die 100m-Distanz schaffte sie es in den Endlauf, dort belegte sie einen tollen sechsten Platz. Allerdings merkt man ihr die lange Wettkampfpause immer noch an.
Leonie Riek, noch der U20 angehörend, startete über die 200m und über die 400m Hürden. Nachdem sie über die kürzere Distanz Platz 15 belegte, zeigte sie über die doppelte Distanz mit Hürden ein tolles Rennen. In 62,96 Sekunden musste sie sich nur einer Läuferin geschlagen geben, am Ende holte sich Riek überzeugend die Silbermedaille.
Über die gleiche Distanz, allerdings ohne Hürden, startete Anna Schmidt. Wie ihre männlichen Kollegen hatte sie auf der Gegengeraden mit dem Wind zu kämpfen, deshalb reichte es am Ende nicht ganz zu einer Zeit, mit der sie zufrieden gewesen wäre. Rang acht unter diesen Bedingungen kann sich aber durchaus sehen lassen.
Zwei Vertreterinnen stellte die LG Staufen auf der 100m-Hürden-Strecke. U20-Athletin Celine Ströhle und Katharina Helm stellten sich hier der Konkurrenz aus dem ganzen Bundesland. Ströhle verbesserte in ihrem Lauf ihre persönliche Bestzeit deutlich auf 16,26 Sekunden, damit verpasste sie das Finale knapp um vier Hundertstelsekunden. Auch Helm zeigte einen guten Lauf, allerdings strauchelte sie an der letzten Hürde, kam so aus dem Laufrhythmus und war am Ende mit ihrer Zeit nicht zufrieden.
Eine weitere Medaille gab es für die Rot-Weißen im Hochsprung zu verzeichnen. Patricia Sonnentag machten nach ihrer Verletzung einen guten Wettkampf, auch wenn sie am Ende nicht zufrieden mit ihrer Höhe war. 1,62m reichten dennoch zu Bronze, nur durch einen Fehlversuch über die vorherige Höhe verpasste sie Rang zwei, für den diese Höhe ebenfalls gereicht hätte.
Pech hatte Lisa Ostertag im Dreisprung. Durch die witterungsbedingten Zeitverschiebungen musste sie zwischenzeitlich ihren Wettkampf unterbrechen, um mit dem LG-Quartett an den Staffelläufen teilzunehmen. Nachdem sie zur Anlage zurückkehrte, trat sie ihre Sprünge im Vorkampf allesamt über, jeder dieser Versuche hätte dabei für die Bronzemedaille gereicht.
Dabei lag das rot-weiße Quartett um Ostertag, Heilig, Riek und Schmidt wie die männlichen Kollegen bis zum letzten Wechsel auf einem sicheren Medaillenrang, doch auch hier machte ein Wechselfehler die Hoffnungen zunichte.
Am Wochenende des 11. Und 12. Juni fanden im Sonotronic Sportpark in Karlsbad-Langensteinbach die Baden-Württembergischen Meisterschaften der U18 statt.
Den Auftakt am Samstagmittag machten die 100-Meter-Sprinter. Allen voran der einzige männliche Starter in der Altersklasse U18 Pascal Seiz, der sich im Vorlauf prompt mit neuer Bestzeit von 11,74 Sekunden für den Zwischenlauf qualifizieren konnte und dort mit 11,77 Sekunden knapp das Finale verpasste. Am Sonntag konnte er im 200-Meter-Sprint ebenfalls mit 23,87 Sekunden eine neue Bestleistung aufstellen und erreichte hier den 15. Platz. Bestzeiten hagelte es auch für die weiblichen Sprinterinnen, darunter Linda Henninger, die sich im Zwischenlauf mit 12,59 Sekunden für das A-Finale qualifizieren konnte, und in diesem, etwas langsamer, den siebten Platz im starken Feld erlaufen hat. Ihr Ziel dieses Jahr ist die Norm für die Deutschen Einzelmeisterschaften auf dieser Strecke, zu der ihr jetzt nur noch neun Hundertstel fehlen. Über die 100-Meter-Hürden-Strecke hat es für sie schon geklappt. Am Sonntag konnte sie nach den drei Sprints vom Vortag und einem gelungenen Weitsprungwettbewerb, in dem sie mit 5,05 Meter Platz neun belegte, jedoch nicht ganz an ihre Bestleistung heranlaufen, aber dennoch einen guten dritten Platz im B-Finale rausholen mit einer Zeit von 15,04 Sekunden. Ihre Trainingspartnerin Maren Seidl, deren stärkere Disziplin die 200-Meter sind, konnte die drei 100-Meter-Läufe am Samstagmittag als „Warm-up“ nutzen und erreichte hier im Zwischenlauf mit 12,78 Sekunden das B-Finale. Letztendlich reichte es hier für den 11. Platz mit 12,81 Sekunden. Über ihre Spezialdisziplin am Sonntag konnte sie trotz widrigen Wetterbedingungen eine neue persönliche Bestzeit von 26,06 Sekunden aufstellen, die ihr am Ende zu einem guten sechsten Platz verhalf und bei den Süddeutschen Meisterschaften in zwei Wochen auf eine 25 vor dem Komma hoffen lässt. Lea Zimmerhackel zeigte sich ebenfalls in einer guten Form. Im Zwischenlauf der 100-Meter-Strecke lief sie zur neuen Bestzeit von guten 12,62 Sekunden und direkt ins B-Finale, in dem sie quasi zeitgleich mit Maren Seidl ins Ziel kam und wegen wenigen Tausendstel sie dann Platz 12 belegte. Mit ihrer Zwischenlaufzeit wäre sie im Finale aber Sechste geworden. Außerdem konnte sie 2,60 Meter im Stabhochsprung verzeichnen, der aber parallel mit den drei 100-Meter-Läufen stattfand und so eher chaotisch ablief. Am Sonntag konnte sie sich mit 16,06 Sekunden über die 100-Meter-Hürden leider nicht mehr für das Finale qualifizieren. Den 400 Metern stellten sich am Samstag Vanessa Kuhn und Bernadette Hieber. Letztere konnte mit 61,91 Sekunden eine neue Bestzeit aufstellen, was einen vielversprechenden Eindruck macht im Hinblick auf die 4×400-Staffel in Kassel nächstes Wochenende. Auch Vanessa Kuhn blieb deutlich unter den 62 Sekunden und wurde über die Stadionrunde siebte. Über die halbe Strecke konnte sie am Sonntag mit einer Zeit von 26,44 den neunten Platz belegen. Leona Grimm belegte am Samstagmittag den sechsten Platz im Weitsprung und glänzte am Sonntag mit einem sehr guten vierten Platz über die 100-Meter-Hürden, in der sie fast an ihre Bestzeit heranlaufen konnte. Ebenfalls den vierten Platz gab es für sie im Speerwerfen, wo sie den Speer unter den strengen Augen des Trainers von Christina Obergföll, der Weltmeisterin von 2013 in dieser Disziplin, auf 39,36 Meter brachte und somit nur etwa einen Meter unter ihrer Bestleistung blieb. Die U18-Staffel, die zumal die einzige LG-Staufen-Staffel war, die an diesem Wochenende die Ziellinie überquert hatte, belegte in der Besetzung Henninger-Grimm-Kuhn-Seidl auch noch einen guten dritten Platz in 49,33 Sekunden, was ebenfalls einen Start bei den Süddeutschen Meisterschaften bedeutet.
Mit gemischten Gefühlen machten sich die LG-Staufen-Mehrkämpfe-rin Lisa Maihöfer und ihr Trainer am letzten Wochenende auf den Weg nach Kreuztal zum letzten Qualifikationswettkampf der Siebenkämpferinnen für die U20-Leichtathletik-Weltmeisterschaft im polnischen Bydgoszcz (19.-24.Juli) Den ersten Qualifikationswettkampf in Marburg im Mai musste Lisa bereits verstreichen lassen. Hartnäckige Knieschmerzen und eine Ellbogenverletzung haben ihr seit März schwer zu schaffen gemacht. An ein geregeltes Lauf- und Sprungtraining war seither nicht zu denken. Mit Alternativtraining wie Aquajogging, Kraft- und Stabilitätstraining versuchte Lisa sich fit zu halten. Angesichts des Trainingsrückstandes und der fehlenden Wettkampfpraxis im Vorfeld des Siebenkampfes war der Start in Kreuztal sicher ein Wagnis. Aber ihren Traum von der 2. WM-Teilnahme nach Cali 2015 wollte die 17-Jährige so schnell nicht aufgeben. So begann der Wettkampf über die 100m Hürden mit 14,69 Sekunden auch sehr verhalten. Aber bereits in ihrer Lieblingsdisziplin dem Hochsprung konnte Lisa mit 1,81 m ihr ganzes Können und ihre Routine ausspielen. Das anschließende Kugelstoßen war mit 12,09 m voll im Fahrplan. So konnte es weitergehen. Die 200m-Sprintstrecke am Ende des ersten Tages absolvierte Lisa dann in guten 25,46 Sekunden. Damit hatte sie am ersten Tag 3386 Punkte gesammelt und lag im Gesamtklassement klar in Führung. Ausgerechnet der Weitsprung, für die amtierende deutsche Freiluftmeisterin im Weitsprung eigentlich eine sichere Punktebank, machte den ganzen Wettkampf noch einmal sehr spannend. Da Lisa seit Februar nicht mehr weitspringen konnte, fehlte es an der Feinabstimmung im Anlauf. Hinzu kam dann noch Pech. Ihr letzter Versuch, bei dem sie klar jenseits der 6m Marke landete, wurde ungültig gegeben. So standen lediglich 5,72 m in den Ergebnislisten, was einen deutlichen Rückschlag auf dem Weg zur Qualifikationsnorm von 5400 Punkten bedeutete. Beim anschließenden Speerwerfen blieb Lisa mit 31,60 m nach überstandenen Ellbogenverletzung im Bereich ihrer Möglichkeiten. Vor dem abschließenden 800m-Lauf war klar, dass die LG-Staufen Athletin an ihre bisherige Bestzeit von 2:23,27 heranlaufen mussteste, um die Norm überhaupt noch zu schaffen. Unter den Anfeuerungsrufen ihrer Trainer, Betreuer und Fans ließ sich Lisa von ihren Siebenkampf-Kolleginnen in einem schnellen Rennen mitziehen. Mit den allerletzten „Körnern“, wie die Leichtathleten zu sagen pflegen, rettete sie sich in einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:21,13 Minuten ins Ziel und hatte es geschafft: 5469 Punkte. Völlig erschöpft lag sie minutenlang im Ziel bevor sie überglücklich erste Glückwünsche entgegennehmen konnte. Bundestrainerin Eva Rapp bescheinigte Lisa noch viel Luft nach oben. Die 5 Wochen bis zum Beginn der U20-WM wird Lisa gemeinsam mit ihren Trainern intensiv zum Trainieren nutzen, um dann gut vorbereitet ihre zweite WM-Teilnahme, nach Cali im letzten Jahr, in Angriff nehmen zu können.